Anfang 2016 betrieb Marc einen Webshop und ärgerte sich zunehmend über das Bidding-Verfahren von Google Shopping. Wie konnte etwas, das so entscheidend für die Profitabilität eines Webshops ist, derart schlecht gehandhabt werden?
Er teilte seinen Frust mit Jan, einem Ex-Banker, der sich hauptberuflich der Entwicklung von Machine-Learning-basierten Real-Time-Trading-Algorithmen für den S&P 500 verschrieben hatte. Schnell erkannten die beiden: Vielversprechende Klicks auf „Click-Märkten“ zu kaufen ist gar nicht so anders, als vielversprechende Assets an Finanzmärkten zu kaufen. Eine zentrale Frage blieb offen: Wie misst man die Kaufabsicht hinter einer Suchanfrage? Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Besucher tatsächlich kauft? An dieser Stelle kam Alex ins Spiel - Hardcore-Data-Scientist und Statistiker mit Spezialisierung auf DNA-Sequenzierung und -Analyse. Mit fortschrittlichen wissenschaftlichen Methoden begann er, Suchanfragen zu analysieren und die Stärke der Kaufabsicht eines Shoppers zu bestimmen.
Die erste Version des Algorithmus wurde in Marcs eigenem Webshop getestet - und funktionierte hervorragend. Die zweite Version wurde anderen Webshop-Betreibern angeboten, die ebenso beeindruckende Ergebnisse sahen: Umsätze stiegen typischerweise um 50 % oder mehr, Kosten sanken um 20 % oder mehr. Schwer dagegen zu argumentieren. Nach drei Jahren kontinuierlicher Verbesserung bemerkte das Team 2020 eine Verschiebung: Marktplätze wie Amazon, Bol und Kaufland entwickelten sich zu starken Produktsuchmaschinen mit attraktiven Werbeoptionen. Die Herausforderung für Webshops war nicht mehr nur das Optimieren von Google-Kampagnen – sondern das Optimieren der Performance über ein wachsendes Portfolio an Werbekanälen. Das Team erkannte zudem: Webshops sitzen auf einer Goldgrube an wenig genutzten Daten - Produktinformationen, Wettbewerbsanalysen, Kundenverhalten, Performance der Verkaufskanäle und vieles mehr. Wer das alles anzapft, kann ein System bauen, das die neue Herausforderung der marktplatzübergreifenden Werbung meistert. Der Haken? Es wäre extrem komplex - der Algorithmus müsste mit den neuesten Machine-Learning-Techniken von Grund auf neu gebaut werden.
Nach einem weiteren Jahr harter Arbeit wurde die Neural Search Labs GmbH im April 2021 in Düsseldorf gegründet und markierte den offiziellen Start von DeepCliq: einer leistungsstarken Data-Science-as-a-Service-Plattform, die Online-Retailern und Marken hilft, das volle Potenzial marktplatzübergreifender Werbung auszuschöpfen. Nach einer initialen Phase mit Early Adopters auf dem Bol-Marktplatz launchte DeepCliq im Januar 2024 offiziell als erster KI-Advertising-Agent für Marktplätze - und sicherte sich rasch die Bol Silver Partnership. Es folgte eine schnelle Adoption durch führende Händler und Marken und im März 2025 erhielt DeepCliq Bols höchste Auszeichnung: die Gold Partnership.
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Was als kleine Frustration mit manuellen Google-Geboten begann, hat sich zu einer führenden internationalen KI-gestützten Werbeplattform entwickelt.
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